...zum Diakon geweiht

Andreas A. M. Schnarz, Rosenberg
Vom Theologischen Kurs zum Berufungsweg des Ständigen Diakons
Meine Berufung [mein Berufungsweg] zum Ständigen Diakon zieht sich wie ein sogenannter „roter Faden“ durch mein Leben und nimmt seinen tiefen Ursprung in meiner frühen Kindheit. Dies ist mir während der vergangenen Jahre in vielen persönlichen Reflektionen und Gesprächen, gleichwohl in den verschiedensten Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen nochmals intensiv bewusst und klar geworden. So bin ich sehr dankbar für den Tag, an welchem mir Gott den Mut und die Gnade geschenkt hat „Ja“ zu sagen, mich zu ihm und mit ihm auf den Weg meiner persönlichen Berufung zu machen. Seither darf ich mein Vertrauen in ihn noch intensiver spüren und in meiner persönlichen Spiritualität weiterwachsen sowie diese nachhaltig entfalten. Auf diesem für mich sehr besonderen Weg durfte ich mit Herrn Dr. Pascal Schmitt sowie einigen Dozentinnen und Dozenten über zweieinhalb Jahre, im Rahmen des Theologischen Kurses Freiburg, eine „theologische Reise“ miterleben, welche mich sehr positiv und nachhaltig geprägt hat, so meine persönliche Wahrnehmung und ebenso auch die Aussagen vieler vertrauter Menschen in meinem nahen Umfeld. Ich bin noch immer sehr dankbar für diese intensive und für mich sehr prägende Zeit. Nicht zuletzt gilt mein herzliches Vergelt´s Gott auch all den Menschen, die mich bisher auf meinem Weg im Gebet unterstützt und begleitet haben und dies hoffentlich auch zukünftig für mich tun. Es ist mir deshalb an dieser Stelle ein Herzensanliegen, liebe Leserinnen, liebe Leser, einen für mich prägenden Vers aus der Heiligen Schrift aufzugreifen, welchen Herr Dr. Pascal Schmitt in einer seiner ersten Vorlesungen all den zuhörenden Studierenden als biblischen „Schatz“ offenbarte: „Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die euch erfüllt“ [1Petr 3,15]. Dieser Vers aus der Bibel ist mir ein spiritueller Begleiter geworden, aber auch ein Vers, der mich immer wieder in Freude auf die Zeit des Studiums zurückblicken lässt, an die vielen wertvollen Begegnungen, die wundervollen Menschen, mit welchen ich heute noch Kontakt habe und welche mein Leben bis heute sehr wertvoll bereichern und prägen. Ebenso denke ich immer wieder sehr gerne an die Vorlesungen von Frau Dr. Christine Schmitt in Kirchengeschichte zurück, mit welcher Begeisterung sie uns 2000 Jahre Kirchengeschichte nähergebracht hat. Diese Faszination, das „Erbe“ unserer Kirchengeschichte zu ergründen, ist bei mir bis heute geblieben und gleichwohl, in Bezug auf das theologische Verständnis, für mich persönlich elementar wertvoll und wichtig geworden. So durfte ich im Jahr 2018 den Theologischen Kurs erfolgreich abschließen und war anschließend in der Ausbildung und Vorbereitung zur Weihe zum Ständigen Diakon. Seit 2021 ich ich zum Ständigen Diakon geweiht. Bis heute bin ich mit dem Theologischen Kurs Freiburg in meinem Herzen verbunden und darf nach meiner Weihe vielleicht selbst einmal eine Gruppe als Mentor begleiten, um so meine Hoffnung weiterzugeben, die mich tief in meinem Herzen erfüllt. Bleiben Sie, bleibt Ihr alle gesund, gesegnet und behütet.
Statement von Dirk Döbele zum Theologischen Kurs
Es muss irgendwann im Jahr 1999 gewesen sein, als in unserer Pfarrgemeinde eine Woche Religiöser Erneuerung angeboten wurde. Dr. Wilhelm Schäffer hat damals diese Woche initiiert und daraus wurde dann ein einjähriger Glaubenskurs. Heute kann ich gar nicht mehr sagen, was mich bewogen hat daran teilzunehmen. Jedenfalls war dies der Beginn einer spannenden Lebens- und Glaubensreise. Als der Glaubenskurs zu Ende war, spürte ich ein tiefes Verlangen, meine theologischen Kenntnisse zu erweitern. Schließlich hatte ich ein Faltblatt in den Händen – Theologischer Kurs in Offenburg. Gerne ließ ich mich darauf ein und es sollte ein Abenteuer werden. Durch den Kurs lernte ich, das Alte Testament ganz neu zu lesen, entdeckte in Fundamentaltheologie meine eigenen Fundamente des Glaubens und konnte so andere Glaubensgesichtspunkte ganz neu erlernen. In christlicher Gesellschaftslehre und Moraltheologie suchte ich mir auf Grund meines Berufes als Betriebswirt einen eigenen Schwerpunkt: die Wirtschaftsethik. Auch heute noch blicke ich dankbar auf diese prägende Zeit zurück.
Irgendwann entdeckte ich Teilnehmer, die den Kurs belegten weil sie Ständiger Diakon werden möchten. Ich hatte keine Ahnung was es mit diesem Amt auf sich hat, wurde aber zunehmend neugierig. Fast zeitgleich traf ich in Waldshut einen Ständigen Diakon und kam mit ihm ins Gespräch. Und irgendwann machte auch ich mich auf diesen Weg, ohne zu wissen wie er enden wird. Ergebnisoffen durfte ich so meiner eigenen Berufung auf die Spur kommen und viele Jahre später wurde ich dann tatsächlich zum Ständigen Diakon geweiht. Heute noch ziehe ich vor mancher Predigt den Ordner des Theologischen Kurses zu Rate, denn die vielen Referentinnen und Referenten haben mich im Denken und Handeln geprägt. Auf diesem Wege möchte ich hier einfach mal „Herzlichen Dank" dafür sagen.
Und heute bin ich immer noch mit dem Theologischen Kurs verbunden – zuletzt war ich als Mentor im Kurses in Offenburg tätig und spürte in dieser Gruppe ein ähnliches Staunen, neues Denken, inneren und äußeren kontroversen Haltungen nachzugehen, und die Art, wie sich die Teilnehmer auf die wunderbare Welt der Theologie einlassen, faszinierte mich aufs Neue.
